Mehr Sicherheit im Job
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(Stand: Juli 2010)
Sonne, Wind & Co.: Umweltfreundlicher Strom aus erneuerbaren Energiequellen wird immer beliebter. Laut Experten ist in den einzelnen Bereichen bis zum Jahr 2020 mit einem Investitionsvolumen von mehr als 80 Milliarden Euro zu rechnen. Klarer Gewinner: Sonnenenergie. Allein in diesem Jahr entfällt die Hälfte des globalen Investitionszuwachses auf Deutschland, den weltweit größten Solar- und Photovoltaikmarkt. Hierzulande besitzen viele Neubauten, aber zunehmend auch ältere Häuser Photovoltaik- und Solaranlagen. Hintergrund: Seit dem so genannten Wärmegesetz aus dem Jahr 2009 müssen alle neu gebauten Häuser einen Teil der benötigen Wärme aus erneuerbaren Quellen selbst erzeugen.
Die Energie vom Dach ist von Flensburg bis Konstanz unter Hausbesitzern eine beliebte, weil bequem zu realisierende Nutzungsvariante. Die Anschaffung ist zwar recht teuer, rechnet sich für Hauseigentümer aber schnell: So erzeugen Photovoltaik-Anlagen Strom – die Überschüsse sind sogar gegen Entgelt ins Netz einspeisbar. Solaranlagen können heizen und Wasser erwärmen. Genereller Vorteil beider Möglichkeiten: Sie unterliegen steuerlicher Förderung.
Was vor allem etliche Besitzer älterer Häuser nicht wissen: Solar- oder Photovoltaikanlagen sind nicht automatisch von einer Gebäudeversicherung abgedeckt. Entsteht also beispielsweise durch Feuer oder Sturm ein Schaden am Haus, der auch die Anlage in Mitleidenschaft zieht, muss sie der Besitzer auf eigene Kosten reparieren oder ersetzen. „Wer sein Haus mit einer neuen Anlage nachrüstet, muss die Wohngebäudeversicherung darüber informieren“, erklärt Kai Waldmann, Leiter Sachversicherung bei MLP. „Nur wenn die Versicherungssumme an den höheren Wert des Hauses angepasst wird, leistet die Versicherung im Schadensfall.“
Umfassender Schutz
Ob Photovoltaik- oder Solaranlage: Durch eine Wohngebäudeversicherung sind die Systeme jedoch nur gegen die im Vertrag genannten Gefahren abgesichert, etwa gegen Feuer oder gegen Sturmschäden an Dach und Anlage. Andere Schäden sind darin nicht enthalten – zum Beispiel, wenn Tiere wie Marder oder Vögel die Anlage beschädigen oder diese vom Dach gestohlen wird, was je nach Wohngegend immer häufiger vorkommt. „Daher ist der Abschluss einer Spezialversicherung sinnvoll“, sagt Waldmann. Die meisten Photovoltaik- oder Solaranlagenversicherungen setzen sich aus verschiedenen Bausteinen zusammen. Erforderlich dabei ist eine Elektronikversicherung. Wer Stromlieferungen gegen Entgelt zugesagt hat, sollte zudem eine Ertragsausfallversicherung innerhalb seines Schutzpakets abschließen.
Verzichtbare Policen
Andere Versicherungsbausteine sind dagegen nur in Einzelfällen ratsam: Eine spezielle Betreiberhaftpflicht ist oft nicht nötig, denn die Risiken sind in leistungsstarken Privathaftpflichtversicherungen bereits abgedeckt. „Betreiber sollten sich vorher bei ihrer Privathaftpflicht erkundigen, ob sie für solche Fälle abgesichert sind“, rät Waldmann. „Wenn sich die Anlage auf einem fremden Gebäude befindet, ist eine Betreiberhaftpflicht aber auf jeden Fall notwendig.“ Generell verzichtbar ist auf alle Fälle eine separate Montageversicherung, zumal die Installationsfirma gegen selbst verursachte Schäden abgesichert sein muss.
Weitere Informationen:
Ob Starkregen, Überschwemmung oder Erdabsenkung: Welche Versicherungen richtigen Schutz gegen Elementarschäden bieten.
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