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Beruf & Berufung

Mitarbeiten statt Kaffee kochen 

— Bewerber mit berufsbezogenen Auslandserfahrungen kommen bei großen Unternehmen besonders gut an. Ein Praktikum ist ideal geeignet, um als Student frühzeitig seinen Lebenslauf aufzupolieren.

(Stand: August 2010)

Foto: Fotolia

Wie ausschlaggebend erste Auslandserfahrungen sind, zeigt eine aktuelle Studie des Forschungsinstituts IW Consult: 86 Prozent der befragten Unternehmen und Personaler halten Auslandspraktika bei der Einstellung von Hochschulabsolventen für wichtig. Gerade global agierende Unternehmen setzen bei ihren Mitarbeitern nicht nur die entsprechenden fachlichen Kompetenzen, sondern vor allem auch Soft Skills, erste Berufserfahrungen sowie gute Fremdsprachenkenntnisse voraus. Bewerber, die ein einschlägiges Auslandspraktikum vorweisen können, haben also besonders gute Karten.

Grundsätzlich gilt: Längst vorbei sind die Zeiten, in denen Praktikanten nur Kaffee kochten oder Akten kopierten. Mittlerweile bieten viele Unternehmen spannende und praxisbezogene Projekte an, in denen Praktikanten Hand in Hand mit Fach- und Führungskräften oder sogar wichtigen Entscheidern arbeiten. „Studentinnen und Studenten sollten daher internationale und praktische Aspekte ihrer Ausbildung nicht vernachlässigen“, rät Heinz-Gerhard Wente, Personalvorstand des Reifenherstellers Continental mit Blick auf eine zielgerichtete Karriereplanung.

Mit MLP praktische Erfahrungen machen
Doch wie kommen Studierende zu einem aussichtsreichen Praktikumsplatz? MLP unterstützt seit dem Jahr 2005 junge Talente, die erste richtige Praxiserfahrungen machen möchten, mit dem internationalen Praktikumsprogramm Join the best. Ob Ingenieur, Jurist oder Wirtschaftswissenschaftler: Aktuell erwarten die Bewerber unter anderem 15 attraktive Auslandspraktika bei Global Playern, darunter BASF, Deutsche Post oder KPMG (siehe Kasten). Nicolai Schoch hat vergangenes Jahr an Join the best teilgenommen. Nachdem er das zweistufige Assessment Center erfolgreich absolviert hatte, stand fest: Der 24-jährige Student der Technoinformatik aus Karlsruhe darf für drei Monate zu Siemens nach New York. „So etwas mitzuerleben ist toll. Ich habe tiefe Einblicke in das Wirtschaftsleben erhalten, die besonders für die Zeit nach dem Studium nützlich sind. Zudem kann man erstmals internationale Kontakte in einer Branche knüpfen“, schwärmt er.

Wer sich ohne Stipendium auf eigene Faust um ein Auslandspraktikum kümmert, sollte unbedingt darauf achten, dass es zum Lebenslauf und den späteren Zielen passt. Ebenfalls zu berücksichtigen: In verschiedenen Ländern gelten unterschiedliche Anforderungen an die Bewerbungsunterlagen. „Wir unterstützen Studierende bei Fragen zu den unterschiedlichen Bewerbungsanforderungen umfassend. Im Zweifelsfall sollte sich jeder an den internationalen Standards orientieren“, sagt Marc-Philipp Unger, Leiter Hochschulmanagement bei MLP.

Damit das Auslandspraktikum auch vor Ort kein Reinfall wird, sollte jeder vorher die Finanzierung durchdacht planen – denn nicht jeder Praktikant erhält einen Lohn für seine Arbeit. So sind neben den Kosten für die Anreise und die Unterkunft vor allem die Lebenshaltungskosten ein enormer Posten; diese variieren von Stadt zu Stadt, das Leben in Stockholm ist beispielsweise teurer als in Prag. Und um Fettnäpfchen bestmöglich zu vermeiden, ist es gut, sich vorher eingehend mit den landestypischen Gewohnheiten vertraut zu machen.

Obwohl sich viele Studierende wegen der hohen Kosten, eng getakteter Lehrpläne und dem zeitlichen Mehraufwand vor dem Sprung ins Ausland zieren, sollten sie möglichst früh Erfahrungen auf internationalem Parkett sammeln. Bachelor-Studierende können beispielsweise für das Auslandspraktikum ein Semester pausieren. „Praktische Erfahrung kommt im Bachelor-Studium häufig zu kurz. International tätigen Arbeitgebern sind Auslandserfahrung und praktisches Know-how grundsätzlich weitaus wichtiger als ein schnell durchgezogenes Studium“, sagt MLP-Experte Unger. „Durch ein Auslandspraktikum demonstriert der Studierende Selbstständigkeit und auch Risikobereitschaft. Das macht einen guten Eindruck bei Personalchefs.“

Checkliste für das Auslandspraktikum:

  • Sprachlich fit? Im Zweifelsfall Sprachkurse belegen.
  • Vertraglich abgesichert? Auch für unbezahlte Praktika immer einen Vertrag unterschreiben.
  • Angemessener Versicherungsschutz? Auslandskrankenversicherung abschließen und gegebenenfalls Haftpflichtversicherung anpassen.
  • Gültige Papiere? Eventuell Reisepass erneuern und Visum beantragen.
  • Finanziell vorgesorgt? Zum Beispiel bei MLP kostenloses Konto mit weltweit gültiger Kreditkarte beantragen.

Join the best – das internationale Praktikumsprogramm von MLP
Zusammen mit weltweit tätigen Unternehmen bietet die Initiative Join the best mehr als 100 attraktive Top-Praktika. Besonderes Plus: Die Teilnehmer haben Aussicht auf 15 exklusive Stipendien für ein zwei- bis sechsmonatiges Auslandspraktikum, wie etwa bei BASF in Hongkong. Die 15 Stipendien beinhalten außerdem Flug, Unterkunft sowie ein MLP-Versicherungspaket inklusive MLP-Kreditkarte. Bewerben können sich alle deutschsprachigen Studierenden ab dem dritten Semester, Referendare und Doktoranden. Alle Teilnehmer, die im Rahmen des zweistufigen Assessmentcenters die finale Auswahlrunde erreicht haben, gelangen in das Talente-Netzwerk von Join the best. Es ermöglicht Kontaktmöglichkeiten zu Personalverantwortlichen der beteiligten Unternehmen des Praktikumsprogramms; interessante Veranstaltungen und Workshops unterstützen den gegenseitigen Austausch im Netzwerk. Die Bewerbungsfrist endet am 12. Dezember 2010.

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