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Geld & Geldwert

Wenn der Schein trügt… 

— Alljährlich erhalten Millionen Arbeitnehmer ihre Renteninformation. Doch die individuelle Rentenberechnung zeigt nicht wirklich, was später tatsächlich zur Verfügung steht.

(Stand: Mai 2010)

Foto: Fotolia

Die jährliche Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung (DRV) erhält jeder Versicherte, der mindestens 27 Jahre alt ist und mindestens fünf Jahre Beiträge gezahlt hat (siehe Kasten). Das Schreiben der DRV ist deshalb so interessant für viele Arbeitnehmer, die Monat für Monat in die Rentenkasse einzahlen, weil es auch über die künftig möglichen Rentenansprüche informiert.

Doch die Prognose zur späteren Rente sollte jeder Empfänger unter Berücksichtigung wichtiger Einflussfaktoren für die Zukunft richtig einordnen. „Die Informationen zur gesetzlichen Rente wirken für viele auf den ersten Blick zufriedenstellend. Doch der hochgerechnete Rentenanspruch entspricht nicht dem späteren Alterseinkommen“, erklärt Miriam Michelsen, Leiterin Vorsorge bei MLP. So können in der Rentenberechung nicht einkalkulierte Faktoren wie die Inflation die spätere Rente erheblich schmälern. Beispiel: Ein heutiges Einkommen von 1.700 Euro hat in 20 Jahren – bei einer angenommen Inflationsrate von 1,5 Prozent jährlich – nur noch eine Kaufkraft von rund 1.262 Euro.

Hinzu kommt: Generell unterliegen die späteren Rentenzahlungen der nachgelagerten Besteuerung; ab dem Rentenbeginn im Jahr 2040 werden die Bezüge sogar voll besteuert. Zusätzlich müssen gesetzlich Krankenversicherte Sozialversicherungsbeiträge entrichten. Zwar enthält der Bescheid einen Hinweis, dass Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge sowie gegebenenfalls Steuern zu zahlen sind, die Berechnung im Rentenbescheid berücksichtigt allerdings auch diese Faktoren nicht.

Unterm Strich kann also kaum ein Arbeitnehmer allein mit der gesetzlichen Rente seinen gewohnten Lebensstandard im Alter halten. Da mittlerweile jeder im Durchschnitt 18 Jahre lang Rente bezieht, stehen ohne weitere Alterseinkünfte etliche magere Jahre bevor. Insgesamt wird es aufgrund des demografischen Wandels im Jahr 2050 bis zu viermal mehr 80-Jährige geben als heute. Daher beziehen in Zukunft immer mehr Rentner immer länger Leistungen aus den sozialen Sicherungssystemen – demgegenüber zahlen immer weniger Jüngere die dafür nötigen Sozialbeiträge ein. Das gesetzliche Versorgungsniveau wird demnach künftig weiter sinken. Folge: Wer nicht rechtzeitig ergänzend vorsorgt, dem droht später eine beachtliche Rentenlücke.

Wer sich beispielsweise im Jahr 2040 in den Ruhestand begibt, erhält als gesetzliche Rente durchschnittlich nur 38 Prozent seines letzten Bruttoeinkommens. Um die Altersrendite bestmöglich aufzubessern, gibt es im Rahmen der ergänzenden Altersvorsorge etliche leistungsstarke Möglichkeiten. Zusätzlich unterstützt der Staat Sparer mit Zulagen und Steuererleichterungen bei ihren Vorsorgemaßnahmen. „MLP bietet seinen Kunden neben den staatlich geförderten Maßnahmen wie der betrieblichen Altersversorgung oder der Riester- und Basis-Rente ein großes Spektrum an weiteren Vorsorgemöglichkeiten“, sagt Miriam Michelsen.

Individuelle Lösungen
Von klassischen Rentenversicherungen bis hin zu modernen Fondskonzepten: Der Angebotsdschungel ist in den letzten Jahren immer dichter und unübersichtlicher geworden. Von Vorteil ist da eine individuell zugeschnittene und unabhängige Beratung. „Je nach persönlichem Kundenbedarf empfiehlt der MLP-Berater ein flexibles Vorsorgekonzept“, sagt die MLP-Expertin. Die Wahl der passenden Lösung fällt jetzt dank einer innovativen Vergleichsmethode zur Errechnung von Renditewahrscheinlichkeiten noch leichter. Mit der MLP-Methode können Kunden selbst bei hochkomplexen Vorsorgemodellen auf einen Blick erkennen, was das Produkt auf Dauer zu leisten vermag. „Ausschlaggebend ist die persönliche Risikoneigung des Kunden. Mit unserer Vergleichsmethode stellen wir sicher, dass das ausgewählte Produkt immer exakt zu den individuellen Anforderungen passt“, betont Miriam Michelsen.

Die Renteninformation:
Die Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung (DRV) enthält wichtige Hinweise mit Blick auf die zu erwartende gesetzliche Rente. Das Informationsschreiben weist seinem Empfänger die derzeit zustehende Höhe der Regelaltersrente und die Höhe der vollen Erwerbsminderungsrente aus. Außerdem kalkuliert die Renteninformation, welche Regelaltersrente ein Rentenversicherter mit Eintritt in die Rente beziehen könnte, wenn er im gleichen Maße Beiträge einzahlt, wie dies in den vergangenen fünf Jahren durchschnittlich geschehen ist.

Tipp: Sie können sich bei der DRV für den eService freischalten lassen und so Ihre persönliche Renteninformation abrufen.

Leserkommentare (1)

  • Hallo, vielen Dank für diese Informationen. Es wäre schön, wenn Sie unten im Punkt “Renteninformation” kurz auf die Voraussetzungen für das Nutzen des e-Services hinweisen würden, damit nicht jeder beim Versuch sich Zugriff auf sein “Konto” zu beschaffen, darauf stößt, dass man eine Signaturkarte und einen Kartenleser hierfür braucht. Daher ist der Satz “Mit dem eService können Sie Ihre persönliche Renteninformation bequem online abrufen. ” meiner Meinung nach ganz und gar nicht richtig.
    Danke und Grüße,
    Deniz Cetin

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