Forum MLP – Das MLP-Magazin

Leben & Lifestyle

Weltmeisterleistung 

— Bernhard Peters lenkte die Hockey-Nationalmannschaft auf die Siegerstraße. Heute zeigt der langjährige MLP-Kunde und Coach des Fußballbundesligisten TSG Hoffenheim Nachwuchsfußballern und gestandenen Managern, wie sie zu Führungspersönlichkeiten werden.

Interview: Stefan Wimmer | Aus FORUM 1/2010

Fotografie: Claus Geiss

Herr Peters, Sie sind einer der erfolgreichsten Hockey-Nationaltrainer weltweit und ein Vordenker in der Fußballausbildung. Wo fiebern Sie 2010 mehr mit – bei der Hockey-Weltmeisterschaft oder bei der Fußball-WM?
Peters: Ich freue mich sehr auf beide Ereignisse. Ich bin ein echter Fan dynamischer Sportarten. Gleichzeitig bin ich aber auch ein kritischer Betrachter zu Entwicklungstendenzen. Ich vergleiche dann die Offensivstrategien und leite daraus für unsere Arbeit bei Hoffenheim Ideen für die Trainingsmethodik ab.

Sie machen sich nicht nur Gedanken zu Strategien im Sport. Sie beraten auch Führungskräfte. Winken die nicht manchmal ab bei Ihren Vorstellungen von Führung?
Peters: Ich ernte sehr viel Zustimmung zu meinem Denken aus dem Sport, aber es gibt immer wieder die irrige Meinung, man könne Führung in der Wirtschaft zum Beispiel nicht mit einer WM-Vorbereitung im Sport vergleichen. Immer wieder fällt das Argument, im Unternehmen müsse man jeden Tag Höchstleistungen bringen. Wer so argumentiert, der hat noch nicht verstanden, wie Menschen und Teams im Belastungsmanagement funktionieren. Es geht einfach nicht, dass man Tag für Tag Höchstleistungen bringt. Also geht es darum, eine kluge Belastungssteuerung zu managen. Damit meine ich, es muss eine kluge Einteilung geben zwischen Routine und kreativen Leistungen.

Machen sich unsere Manager zu wenig Gedanken?
Peters: Viele führen nicht differenziert genug, nehmen den Mensch zu wenig in seiner Gesamtpersönlichkeit wahr. Sie schauen nur darauf, dass etwas auf der Sachebene funktioniert und wundern sich dann, dass der Mitarbeiter nicht mit aller Leidenschaft und mit voller Energie versucht die Gesamtvision mitzugehen.

Vielleicht ist eine Weltwirtschaftskrise auch eine schlechte Zeit, sich den Luxus der Mitarbeiterführung zu leisten.
Peters: Wenn man davon überzeugt ist, dass sich durch emotionale Führung mehr Leistung entwickelt, weil ein Team mit Hingabe, Vertrauen und Leidenschaft noch mehr Energie in die Aufgabe reinpowert, dann hat man eher den richtigen Schluss gezogen. Das Begeistern ihrer Mitarbeiter für eine Idee, für eine Vision, das gelingt ja schon einigen wenigen Leadern in der Wirtschaft und anderen gelingt es eben nicht. Im Teamsport ist es jedenfalls ein ganz entscheidender Faktor für den Sieg!

Sind viele Führende zu sehr mit sich selbst beschäftigt?
Peters: Nein, eher zu wenig. Selbstreflektion und Eigenwahrnehmung muss man auch als Führender, als Teamleader schärfen, man muss sich selber kennen lernen, seine Schwächen, seine Grenzen, aber auch seine Stärken, um auch andere mitreißen zu können. Selbstreflexion ist keine verbreitete Führungsqualität.

Vielleicht stößt man dabei ja auf unangenehme Erkenntnisse?
Peters: Das war auch für mich eine schmerzhafte Erfahrung, aber nur wenn ich aus der Komfortzone herauskomme, kann ich mich verändern, kann ich lernen.

Das gesamte Interview lesen Sie hier.

Weitere Artikel aus der Rubrik Leben & Lifestyle

Bild

„Fremdschämen ist die kleine Schwester der Schadenfreude“

Christoph Maria Herbst, Schauspieler und MLP-Kunde, wird auch als Büro-Ekel von Fans geliebt. MEHR

Bild

Auf dem Zenit

Noch nie hatten 40-Jährige so viel Leben vor sich wie heute. Doch wie kaum eine Generation vorher stehen sie auch im Mittelpunkt gesellschaftlicher Umbrüche. MEHR

Bild

Sabbatical XXL

Die MLP-Kunden Andrea und Jörg Schuster nahmen eine 18monatige Auszeit vom Job und fuhren mit dem Fahrrad auf der Panamericana … MEHR