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Beruf & Berufung

Karriere: Wanted! 

— Wer beruflich aufsteigen oder sich verändern will, muss nicht untätig auf den Anruf eines Headhunters warten. Ein guter Draht zu Personalberatern lässt sich auch proaktiv aufbauen.

Von Steffi Sammet

Fotografie: MediaFocus

Das erste Telefonat dauert meist nicht länger als zwei, drei Minuten: Arbeitnehmer, die an ihrem Arbeitsplatz von einem Headhunter aufgestöbert werden, erfahren oft nur den Namen und den Beruf des höflichen Anrufers.

Wer mehr über den Grund der Kontaktaufnahme wissen will, vereinbart mit dem Jobvermittler in der Regel ein Gespräch zu einem günstigeren Zeitpunkt außerhalb der Arbeitszeit oder verabredet sich zu einem persönlichen Treffen.

Ob Manager, Führungs- oder Fachkraft: Ins Visier eines Personalberaters zu geraten, schmeichelt nahezu jedem Beschäftigten. Hält der Auftraggeber des Headhunters dann auch noch den lang ersehnten Traumjob parat, steht dem erhofften Karrieresprung nichts mehr im Wege.

Die Aufmerksamkeit eines Personalvermittlers zu erregen, ist allerdings alles andere als leicht. Zielstrebige Arbeitnehmer, die beruflich gerne aufsteigen oder sich verändern würden und auf ein attraktives Jobangebot hoffen, müssen aber keinesfalls tatenlos abwarten, bis sie endlich ein Headhunter kontaktiert. Mit Initiativbewerbungen oder cleveren Selbstinszenierungen können sie sich auch selbst bei Personalvermittlern ins Gespräch bringen.

Die Chance mit Hilfe eines Headhunters einen attraktiven Job zu ergattern, stehen gut: Allein im Jahr 2008 vergaben die deutschen Unternehmen mehr als 71.000 Aufträge an Jobvermittler, um ideale Kandidaten für ihre offenen Stellen zu finden. Dabei hielten die Jäger vor allem nach Fach- und Führungskräften Ausschau.

Qualifikation, Persönlichkeit, Karriere – was für Personalvermittler zählt
Bei der Auswahl des passenden Managers oder Fachexperten konzentrieren sich die Jobvermittler zunächst auf Kriterien wie Qualifikationen, den bisherigen Karriereverlauf oder der Persönlichkeit des Kandidaten.

„Natürlich zählt je nach Position und nach Situation mal das eine Kriterium mehr und mal das andere“, erklärt Sabrina Tamm von der Personalberatung Heidrick & Struggles in Frankfurt.

Bei den Juristen beispielsweise entscheidet selbst nach einigen Jahren Berufserfahrung noch immer die Abschlussnote des Studiums, um überhaupt ins Visier der Personalberater zu rücken.

Die meisten der circa 1.900 Personalberatungsunternehmen in Deutschland konzentrieren sich auf bestimmte Bereiche in der Wirtschaft, um ihren Kunden die besten Kandidaten für den jeweiligen Job präsentieren zu können. So vermittelt Egon Zehnder International ausschließlich Manager in gehobenen Führungspositionen. Heidrick & Struggles-Mitarbeiterin Tamm konzentriert sich auf Finanzvorstände der DAX-100-Unternehmen.

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