Die „Hidden Champions“ besser kennenlernen
Ab sofort unterstützt MLP Kunden und Interessenten bei der Teilnahme an der renommierten Jobmesse “Karrieretag Familienunternehmen”. MEHR
von Steffi Sammet
Von ihrer Idee war Irina Koeltzsch von Anfang an überzeugt: der Bedarf für eine Agentur, die Unternehmen bei der Entsendung ihrer Mitarbeiter ins Ausland berät, ist ihrer Ansicht nach immens. Dennoch zögerte die 38-jährige Personalmanagerin mehr als ein Jahr, ihre sichere Position als Spezialistin für Mitarbeiterentsendungen nach Asien und in die USA bei einem Chemieunternehmen zu kündigen, um ihre eigene Agentur zu gründen.
„Ich wusste lange nicht, ob ich wirklich alles Wesentliche als Gründerin mitbringe“, gibt Koeltzsch zu. Als sie sich aber bewusst gemacht habe, dass sie sehr diszipliniert sei und sich selbst gut manage, gründete sie ihr ,expat office koeltzsch’ dann doch. Seit mehr als einem Jahr betreut Koeltzsch nun verschiedene Kunden. „Ich bin froh, dass ich den Schritt gemacht habe – mein neues Leben finde ich sehr spannend.“
Erst prüfen – dann gründen
Die Zweifel, die Koeltzsch lange davon abhielten, sich selbstständig zu machen, teilen nicht alle Existenzgründer – und tappen dann schnell in die Falle. Kaufmännisches Wissen rund um Umsatzprognosen, Liquiditätspläne oder Gewinnaussichten ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg einer Unternehmensgründung. Doch nicht jeder Gründer bringt Kompetenz und Gespür dafür mit.
Die Statistik spricht für sich: Zwar wurden im Jahr 2009 mehr als 410.000 neue Unternehmen gegründet, doch das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) in Bonn registrierte zugleich etwa 397.000 Liquidationen und knapp 34.300 Insolvenzen. Denn gerade in schlechten wirtschaftlichen Zeiten versuchen traditionell viele Arbeitslose ihr Glück mit einem eigenen Betrieb. „Das ist ein typischer Trend. Gleichzeitig gibt es in aller Regel bei Übernahmen und Fusionen meist nur befristete Jobgarantien für die Mitarbeiter. Solche Situationen fördern ebenfalls die Überlegungen, sich selbstständig zu machen“ beobachtet Hanna Timmann, Partnerin der HRD-Hamburg. Auch Mitarbeiter, die mit einer Abfindung aus einem Unternehmen ausscheiden, entschieden sich häufig für Existenzgründungen, da das Geld oft als Startkapital eingesetzt werde.
Doch die Folgen der Selbständigkeit wollen gut überlegt sein: 50 bis 60 Stunden Arbeit pro Woche, finanzielle Unsicherheit, Unerfahrenheit im Umgang mit Mitarbeitern oder Lieferanten – das zwingt manchmal selbst gut organisierte Gründer fast in die Knie. Sein eigener Chef zu sein bedeute nicht nur anders zu arbeiten, sondern auch anders zu leben, betont Beraterin Timmann ausdrücklich. „Das eigene Unternehmen begleitet einen in der Freizeit, es bedeutet Verantwortung und die Aufgabe, Arbeit heranzuschaffen“.
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LängERLEBEN
Hurra, wir leben länger!
Was das bedeutet, erfahren Sie
in der neuen MLP-Serie.
Sebastian Fischer:
Hallo @all,
gerade zu der oben angesprochenen Problematik im Hinblick auf Gewinne und dem was danach nach Abzug der Versicherungsbeiträge, Steuern etc. wirklich überbleibt fand ich die Seite http://www.selbstaendigen-rechner.de sehr hilfreich. Gerade dann wenn man am Anfang und vor der Gründung noch nicht so das 100% Gespür für Zahlen hat, kann einen diese Seite schon sehr viel weiterhelfen.
Viele Grüße
Sebastian