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Geld & Geldwert

Vorsorgen ist jetzt noch einfacher 

— Viele Deutsche haben im Zuge der Finanzkrise ihre Altersvorsorge vernachlässigt. Dabei ist der Zeitpunkt günstig, die magere gesetzliche Rente aufzubessern – der Staat unterstützt Sparer seit 2010 mit noch mehr Steuererleichterungen.

(Stand: März 2010)

Fotografie: MEV

Nach einer aktuellen Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach haben in den vergangenen Monaten ein Fünftel der Berufstätigen ihre Zahlungen für die eigene Altersvorsorge gekürzt oder Verträge ganz gekündigt. Politiker und Experten diskutieren deshalb wieder einmal die Einführung einer gesetzlichen Pflicht zur privaten Vorsorge. Fakt ist: Mit der gesetzlichen Rente allein wird sich kaum jemand den bisherigen Lebensstandard in Zukunft noch leisten können. Statt Resignation ist also kluges Handeln gefragt. Generell gilt: Je höher das Einkommen, desto größer ist auch die spätere Versorgungslücke im Alter.

Um diese zu schließen, sollten Sparer in sichere Vorsorgekonzepte investieren, die zudem attraktive Renditechancen bieten. Wer bereits früh mit dem Sparen beginnt, profitiert dann von einem langen Anlagehorizont – und bei staatlich geförderten Vorsorgeformen von Steuererleichterungen oder Zulagen.

50 bis 100 Euro mehr netto
Seit dem 1. Januar 2010 macht der Staat die private Altersvorsorge noch einfacher: Zusätzlich zu den bereits bestehenden Förderungen bleibt etlichen Bürgern jeden Monat mehr netto im Geldbeutel. Verantwortlich dafür ist das Bürgerentlastungsgesetz.

Steuerzahler können ihre Beiträge zur gesetzlichen oder privaten Kranken- und Pflegeversicherung jetzt in vollem Umfang absetzen. Wie groß die Entlastung ausfällt, hängt ab vom Einkommen und der Steuerklasse, im Durchschnitt sind es für jeden 50 bis 100 Euro pro Monat. „Wer diese zusätzliche Liquidität in die eigene Vorsorge investiert, bessert ohne Zusatzbelastung die Finanzen fürs Alter deutlich auf“, rät Miriam Michelsen, Leiterin Vorsorge bei MLP. Am größten ist der Spareffekt im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung (bAV). Denn Sparer können in diese Vorsorgeform komplett steuer- und meist sozialversicherungsfrei einzahlen. Wer etwa seine monatliche Steuerersparnis von rund 100 Euro in die bAV investiert, verdoppelt den tatsächlichen Sparbetrag dank staatlicher Förderung auf 200 Euro. Auch andere Vorsorgekonzepte wie Riester- oder Basisrente profitieren bereits heute von umfangreicher staatlicher Förderung.

So fördert der Staat Angestellte und Selbstständige:

  • Bei einer Basisrente lassen sich 70 % der gezahlten Beiträge steuerlich absetzen.
  • Wer zusätzlich eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt, sichert sich günstige Prämien und kann diese steuerlich geltend machen.
  • Beiträge zu einer betrieblichen Altersversorgung sind bereits heute zu 100 % steuer- und in vielen Fällen auch sozialversicherungsfrei.
  • Bei der Riester-Rente erhalten Angestellte lukrative Grund- und Kinderzulagen. Und durch Sonderausgabenabzug gibt es Beiträge anteilig vom Staat zurück. Mit der Ehegattenförderung können auch Selbstständige von der Riester-Rente profitieren.

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