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Wenn Mutter Natur zuschlägt 

— Starkregen, Überschwemmung oder Erdabsenkung können für Immobilienbesitzer zur Existenzfrage werden. Welche Versicherungen die beste finanzielle Absicherung gegen Elementarschäden bieten.

Fotografie: Fotolia

Wer eine Immobilie besitzt, hat meist auch eine Gebäude- und eine Hausratversicherung abgeschlossen. Die Gebäudeversicherung schützt das Haus selbst – die Hausratversicherung die Gegenstände im Haus vor Schäden durch Feuer, Sturm, Hagel oder Leitungswasser. Was viele jedoch nicht wissen: Nicht automatisch eingeschlossen sind Schäden durch Elementargefahren wie Starkregen, Überschwemmung oder Erdrutsch. Diese Ereignisse haben aber aufgrund der Wetterkapriolen in den letzten Jahren zugenommen. Weil sich etliche Immobilienbesitzer dieser Gefahren gar nicht bewusst sind, ist nur etwa jedes fünfte Wohngebäude dagegen abgesichert. Das belegt auch eine aktuelle Studie des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

„Es ist sinnvoll, eine Elementarschadenversicherung in die bestehende Versicherung einzuschließen, denn durch die zunehmenden Extremwetterschwankungen können die unterschiedlichsten Regionen von solchen Schäden betroffen sein“, sagt Kai Waldmann, Leiter Sachversicherung bei MLP. Eine Elementarschadenversicherung greift bei unvorhergesehenen Naturereignissen (siehe Übersicht) zu jeder Jahreszeit.

Individuelle Faktoren beachten
Die Höhe der Versicherungsprämie hängt dabei unter anderem von der Lage der Immobilie ab. Von Flensburg bis Rosenheim: Der GDV hat die Bundesrepublik dazu nach der so genannten ZÜRS-Zonierung (Zonierungssystem für Überschwemmung, Rückstau und Starkregen) in Gefährdungszonen eingeteilt. Zum Beispiel ist die Absicherung in hochwassergefährdeten Gebieten teurer als in anderen Regionen. Befindet sich das Haus in einer hohen Gefährdungsklasse, sind nur wenige Versicherer überhaupt bereit, eine Elementarschadenversicherung abzuschließen. „Wer in solchen Risikogebieten wohnt, sollte sich kompetent beraten lassen, um einen Überblick über die individuell in Frage kommenden Versicherungen zu erhalten“, rät Waldmann.

Beim Abschluss der Versicherung sollten Hausbesitzer auf die Details achten. Manche Anbieter bestehen etwa auf den Einbau von speziellen Klappen, die bei starken Regenfällen vor Wasserrückstau aus der Kanalisation schützen. Große Unterschiede gibt es je nach Versicherungsanbieter auch bei der Höhe der Selbstbeteiligung. Diese kann bei Elementarschäden beispielsweise zwischen maximal 2.000 Euro und 5.000 Euro schwanken.

Ganzheitlich geschützt
Je nachdem, ob der Schutz vor Elementarschäden in die Hausrat- oder in die Gebäudeversicherung aufgenommen wird, ist im Versicherungsfall entsprechend das Gebäude oder das Hab und Gut im Haus abgesichert. „Daher ist es am besten, den Schutz gegen Elementarschäden in beide Versicherungen aufzunehmen“, erklärt Waldmann.

Eine Elementarschadenversicherung schützt u.a. vor folgenden Wetterereignissen:

  • Überschwemmungen
  • Wasserrückstau
  • Schneedruck
  • Erdbeben
  • Lawinen
  • Vulkanausbrüche
  • Erdrutsche

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